HBS-I
Die Hochbrillanz-Neutronenquelle - Phase I (HBS-I) ist ein Projekt zur Entwicklung einer innovativen, kompakten, beschleunigergetriebenen Neutronenquelle. Das Projekt nutzt gepulste Hochstrom-Protonenstrahlen zur Erzeugung von Neutronen durch eine niederenergetische Kernreaktion in einem Targetmaterial, welches im Vergleich zu konventionellen Neutronenquellen weniger Strahlungsabschirmung und Moderatorkühlung erfordert.

Die Anlage ist für die Erzeugung von Neutronenstrahlen mit kleinem Durchmesser ausgelegt, was Experimente mit kleineren Probenvolumina ermöglicht. Dies unterstützt die Forschung in den Material- und Lebenswissenschaften, einschließlich Materialien zur Energieumwandlung und -speicherung, Nanomaterialien, Quantenmaterialien, Proteinstrukturen und Biomaterialien. Darüber hinaus soll HBS-I die Versorgung mit wichtigen medizinischen Radioisotopen sicherstellen. Als nutzerorientierte Einrichtung soll HBS-I einer multidisziplinären Gemeinschaft aus Universitäten, Forschungsinstituten und der Industrie offenstehen.

Das Projekt HBS-I leistet einen Beitrag zum strategischen Forschungsschwerpunkt Energie und Klima des Forschungszentrums Jülich.
Die Forschungsinfrastrukturen werden in dem gesamten Lebenszyklus nachhaltig geplant. Im Fokus stehen zukunftsfähige Planungs- und Betriebsansätze, die ökologische, technische, wirtschaftliche und prozessbezogene Qualitäten gemäß der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen berücksichtigen.

Die HBS-I wurde im Juli 2025 auf die Shortlist des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt für große Forschungsinfrastrukturen aufgenommen. Im HBS-I Projekt arbeitet das Forschungszentrum Jülich eng mit dem Helmholtz Zentrum hereon zusammen.

Die deutsche Nutzergemeinde ist stolz auf die Vorreiterrolle Deutschlands in der Entwicklung des innovativen Konzepts der hochbrillanten HBS. Eine zeitnahe Investition in den Bau und Betrieb einer HBS-I in Deutschland ist für unsere Forschung mit Neutronen unerlässlich."